Achtung! Systemausbau auf 5G und Erhöhung des Masts an der Freudenbergstr. 1b in Rossrüti

aktualisiert: 02.12.2020 10:00

Die Sunrise Communications AG will die bestehenden Antennen durch adaptive Antennen des 5G Standard (New Radio, 3600 MHz) ersetzen.

Was sind die Risiken?

Gesundheit: Es gibt Forschungsergebnisse die bereits negative Auswirkungen von den bisher verwendeten Frequenzen im Mobilfunk belegen. Eine ausführliche Studiensammlung finden Sie unter: www.emfdata.org Weitere Informationen zu 5G und der Interessensgemeinschaft Wil stoppt 5G: www.wil-stoppt-5g.ch

Grenzwerte: Eine Sendeanlage für 5G besteht aus 64 Einzelsendern pro Antennenelement. Es ist damit zu rechnen, dass durch das Beamforming, Leistungsspitzen entstehen, welche die Grenzwerte um ein Vielfaches überschreiten. Da keine Messvorschrift existiert, ist ein Übertreten rechtlich nicht nachzuweisen, die Risiken trägt die Bevölkerung allein. Die Anlagegrenzwerte stützen sich nicht auf medizinische oder biologische Erkenntnisse, sondern sind anhand technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Kriterien festgelegt worden.

Fehlende rechtliche Grundlagen: Für den 5G-Standard, wie auch adaptive Antennen und neue Frequenzbänder gibt es weder amtliche Bemessungsgrundlagen noch amtliche Messvorschriften für Abnahme- und Kontrollmessungen.

Lage: Im Umkreis von 70 Metern zum Antennenstandort befindet sich ein Kinderspiel- und Sportplatz, in 140 Metern Distanz ein Alters- und Pflegeheim und in 250 Metern, das Primarschulhaus. Der Ausbau dieses Standorts im Zentrum gefährdet zahlreiche Anwohner und Risikogruppen.


Die Auflage und Einsprachefrist läuft bis 10. Dezember 2020 und der Einspracheradius beträgt 699m.

Es können alle Personen über 18 unterzeichnen, die im Umkreis von 699m der Antenne wohnen oder mind. 2.5 Tage/ Woche dort arbeiten, Liegenschaften oder Grundstücke besitzen oder deren Kinder eine Schule bzw. einen Kindergarten besuchen.

In der virtuellen Karte können Sie nachsehen, ob Sie zur Einsprache berechtigt sind:

Was können wir tun?

Die IG Wil stoppt 5G hat eine Sammeleinsprache aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen lanciert. Drucken Sie den nachfolgenden Unterschriftenbogen aus, unterzeichnen Sie diesen und retournieren Sie das Original auf dem Postweg, bis spätestens 8. Dezember 2020.

  • Falls Sie den Bogen in der Nachbarschaft verteilen möchten, informieren Sie uns bitte zuerst kurz, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Die Zeit drängt! team@wil-stoppt-5g.ch

Eine Brieftaube aus Fraubrunnen

Mit Freude durften wir feststellen, dass der Bericht in den Wiler Nachrichten über unsere Thermografie, auch in Fraubrunnen, Kanton Bern, gelesen wird. Die Swisscom hat sich sogar die Mühe gemacht von dort aus, einen Leserbrief dazu zu verfassen und ihre Sichtweise darzulegen.

Vielen Dank dafür – denn damit helfen Sie uns einmal mehr, hier Licht ins Dunkel zu bringen:

Auszug aus den Wiler Nachrichten, Nr. 43, 22. Oktober 2020:

Antennenwärme 5G, Leserbrief von: Armin Schädeli, Swisscom, Fraubrunnen

Mit Interesse haben wir den Artikel über die IG Wil stoppt 5G gelesen. Wir sind etwas erstaunt, dass niemand aus der Branche die Gelegenheit erhalten hat, Stellung zu diesem Vorwurf zu nehmen. Dies wäre in diesem Fall besonders wichtig gewesen, denn die Schlussfolgerung aus der Messung sind falsch. Die Feststellung, dass die Antennen im Artikel etwas mehr Abwärme produzieren ist richtig. Das hat aber grundsätzlich weder mit 5G noch damit zu tun, wie viele Nutzer die Antenne im Augenblick bedient. Die höhere Temperatur liegt in der Tatsache, dass im Gegensatz zu 4G die Elektronik in den Antennen selber arbeitet.

Wir haben im Bericht lediglich festgehalten, dass die höhere Abwärme eine Vermutung für höhere Verlustleistungen von 5G im Vergleich zu den bisherigen Mobilfunkgenerationen darstellt. Das ist weder eine Schlussfolgerung noch Anschuldigung.

Analog eines aktiven Lautsprechers, bei welchem der Verstärker und die Elektronik in einem Gehäuse untergebracht sind, macht man sich auch bei den Antennen der neuesten Generation die Miniaturisierung der Elektronik zunutze und kann so Energie einsparen und gleichzeitig eine bessere Performance/Effizienz erreichen. Bei den älteren 4G-Antennen lagert die Elektronik in einem am Boden stehenden Geräteraum (die kleinen Häuschen neben der Antenne). Die Antennen müssen von dort aus mittels Hochfrequenzkabeln über viele Meter angeschlossen werden. Allein aufgrund des langen Kabelwegs entstehen so Verluste, welche bei aktiven Antennen nicht anfallen.

Die Analogie zum Lautsprecher ist ein stimmiger Vergleich. Die Suggestion von Miniaturisierung und Energieeinsparung, aber eine für uns nicht nachvollziehbare Aussage in diesem Zusammenhang. In den Schaltschränken am Boden befindet sich die Signalaufbereitung, Stromversorgung und Vorverstärkung einer Mobilfunkanlage. Auch die bisherigen Mobilfunkantennen haben Verstärkeranlagen am Mast montiert, um auch da, die Kabelverluste und eine Störung der Signale zu verringern. Diese Boxen am Mast sind in unserem Bericht, mit der aktiven 5G-Antenne verglichen worden und nicht passive Antennen im Vergleich zu Aktiven. Was Sie den Lesern an dieser Stelle aber verschweigen, ist die Tatsache, dass sich hier in jeder dieser 5G-Antennen 64 Sender verbergen. Macht bei diesem Standort also 3 5G-Antennen x 64 Sender = 192 5G-Sender. Dass hier die Ansteuerung und Endverstärkung in der Antenne liegen muss, ist logisch – sonst müssten 192 Hochfrequenzkabel am Mast hochgezogen werden, alleine für 5G.

Ob letztlich viel oder nur eine Hand voll User auf den Antennen surfen, hat auf die Wärmeabgabe zudem keinen wesentlichen Einfluss. Unabhängig davon, ob 5G über eine aktive oder eine passive Antenne ausgesendet wird, ist 5G viel effizienter und stromsparender als vorgängige Technologien.

Das ist super! Wir verfolgen die gleichen Ziele. Warum laden Sie uns nicht einmal persönlich ein und erlauben uns Messungen an der Anlage? Oder legen einen vom Energielieferanten beglaubigten, monatlichen Strombezug für 2019 und 2020 vor? Damit wäre dann ja Fakt, wie sich der Energieverbrauch gesamthaft entwickelt hat.

Dieselbe Datenmenge kann somit mit wesentlich weniger Energie übertragen werden.

Das trifft leider nur auf 5G mit adaptiven Antennen zu und gilt nur für die isolierte Betrachtung, nähmlich zwischen Sender und Empfänger. Sobald die Signalaufbereitung und die aufwändigere Adressierung einer solchen Antenne in die Betrachtung miteinbezogen wird, ist dies für uns nicht mehr nachvollziehbar.